Aufträge finden
Wie Torbetriebe die Störungssuche für sich nutzen
Garagentore sind ein Gewerk, in dem die Nachfrage vorhanden und das Angebot online kaum sichtbar ist. Wer nachmittags mit dem Auto in der Garage steht und das Tor geht nicht mehr auf, sucht sofort und ruft die erste Nummer an, die einen Termin nennen kann. In vielen Landkreisen findet dieser Nutzer keine einzige lokale Anzeige.
Die Störung ist der beste Auftrag, den es gibt
Ein defektes Garagentor hat alle Eigenschaften, die eine Anfrage wertvoll machen: der Kunde hat ein akutes Problem, es gibt keine Selbsthilfe (eine gebrochene Torsionsfeder ist lebensgefährlich in der Handhabung), und ein Preisvergleich findet nicht statt. Die Abschlussquote liegt in diesem Segment regelmäßig über 70 Prozent.
Gleichzeitig ist die Störung der beste Einstieg in den größeren Auftrag. Ein Tor, an dem die Feder bricht, ist meist 20 Jahre alt. In einem erheblichen Teil der Fälle entscheidet sich der Kunde beim Ortstermin für ein neues Tor statt für die Reparatur. Aus einer Anfrage für 16 Euro wird dann ein Auftrag im vierstelligen Bereich.
Warum du gegen Hersteller nicht auf Produktsuchen bieten solltest
Auf "sektionaltor", "garagentor konfigurator" und Herstellernamen bieten die Hersteller selbst, mit Marketingbudgets, gegen die kein Fachbetrieb ankommt. Diese Klicks sind teuer und die Nutzer sind noch in der Informationsphase.
Die Suchen, die dir gehören, klingen anders: "garagentor reparatur in der nähe", "garagentor klemmt hilfe", "torfeder wechseln lassen", "garagentor austauschen handwerker". Sie enthalten alle einen Hinweis darauf, dass jemand kommen soll. Genau darauf bieten wir.
Der Antrieb ist das unterschätzte Mengengeschäft
Ein großer Teil des Bestands an Schwing- und Kipptoren läuft noch von Hand. Die Nachrüstung eines Antriebs kostet den Kunden einen überschaubaren Betrag, ist in zwei Stunden montiert und wird typischerweise im Herbst gesucht, wenn es früh dunkel wird und das Aussteigen im Regen lästig ist. Diese Saisonalität ist so verlässlich, dass sich eine eigene Anzeigengruppe mit erhöhtem Budget von Oktober bis Dezember lohnt.
Gewerbliche Prüfpflicht: der stabilste Umsatz im Gewerk
Kraftbetätigte Tore in Betrieben sind Arbeitsmittel im Sinne der Betriebssicherheitsverordnung und müssen wiederkehrend durch eine befähigte Person geprüft werden. Die ASR A1.7 konkretisiert die Anforderungen an Türen und Tore in Arbeitsstätten. Für den Betriebsleiter ist das eine Pflicht, um die er sich kümmern muss, und er sucht gelegentlich online danach.
Die Suchbegriffe sind selten und praktisch konkurrenzlos: "torprüfung gewerbe", "wiederkehrende prüfung tore", "befähigte person tore". Ein einziger gewonnener Kunde mit zwölf Toren bringt einen wiederkehrenden Jahresumsatz, der jede Kampagne trägt.
Was wir ausschließen
- Produktsuchen und Hersteller. Konfigurator, Preisliste, Markennamen. Dagegen bietest du nicht an.
- Baumarkt und Selbstmontage. "Garagentor selbst einbauen", "Anleitung", "gebraucht".
- Ersatzteilsuche. "Handsender kaufen", "Torfeder bestellen" sind Produktsuchen, keine Handwerkersuchen.
- Hoftore und Schranken, wenn du das nicht machst. Wird sonst mitgenommen, weil die Suchbegriffe überlappen.
Was eine Anfrage kosten darf
Bei einer Reparatur mit 190 Euro Deckungsbeitrag und 70 Prozent Abschlussquote liegt die Grenze bei rund 133 Euro pro Anfrage. Bei einem Toraustausch mit 900 Euro Deckungsbeitrag und 40 Prozent Abschlussquote bei rund 360 Euro. Rechnet man ein, dass ein Teil der Reparaturanfragen zum Austausch führt, liegt der reale Wert einer Störungsanfrage deutlich höher als 133 Euro. Die Zahlen sind Rechenbeispiele, keine Zusage.