Aufträge finden
Wie GaLaBau-Betriebe die Saison planbar machen
Der typische Garten- und Landschaftsbaubetrieb hat kein Nachfrageproblem, sondern ein Verteilungsproblem. Von Mai bis August ist alles voll, im März und im Oktober stehen Kolonnen und Maschinen still. Weil die Aufträge für diese Randmonate ein halbes Jahr vorher entschieden werden, lässt sich das nicht kurzfristig reparieren. Es lässt sich aber vorher steuern.
Der Kalender ist die eigentliche Kampagnenstrategie
Von Januar bis März laufen die Suchen nach Planung und Angebot: Terrasse, Gartengestaltung, Einfahrt. Von April bis Juni verschiebt sich das zu kurzfristigen Themen wie Rollrasen und Bepflanzung. Ab August kommen die Herbstarbeiten: Pflaster, Drainage, Hangbefestigung, alles was vor dem Frost fertig sein muss. Im Winter bleibt die Planungssuche für das Folgejahr.
Eine Kampagne, die diese vier Phasen mit denselben Anzeigen bespielt, läuft die Hälfte des Jahres an der Nachfrage vorbei. Wir verschieben das Budget vierteljhährlich zwischen den Anzeigengruppen, das kostet nichts extra und macht den größten Unterschied im Ergebnis.
Pflaster ist der beste Einstieg, Gestaltung der beste Umsatz
Suchen nach "einfahrt pflastern" sind konkret, gut kalkulierbar und führen zu Aufträgen mit klarem Umfang. Suchen nach "gartengestaltung" sind vage, aber der Auftragswert liegt deutlich höher. Der Unterschied liegt im Verkaufsprozess: beim Pflaster genügt ein Aufmaß und ein Angebot, bei der Gestaltung braucht es einen Entwurf, und der kostet dich Zeit, bevor du weißt, ob der Auftrag kommt.
Betriebe, die einen bezahlten Planungsschritt anbieten, filtern hier sauber. Ein Entwurf für 350 Euro, anrechenbar bei Beauftragung, trennt Interessenten von Auftraggebern und ist gleichzeitig ein Verkaufsargument, das in der Anzeige stehen kann.
Hang, Mauer und Genehmigung
Stützmauern und Hangbefestigungen sind hochwertige Aufträge, berühren aber die Bauordnung. Ab welcher Höhe eine Mauer genehmigungspflichtig ist, regeln die Länder unterschiedlich, in Hessen über § 63 der Hessischen Bauordnung und die zugehörige Anlage. Kunden wissen das nicht und suchen genau danach. Eine Anzeige, die "inklusive Klärung der Genehmigungsfrage" sagt, gewinnt diese Anfragen zuverlässig.
Warum Versickerung und Entsiegelung ein Thema geworden sind
Viele Kommunen haben die Niederschlagswassergebühr von der Grundstücksgröße auf die versiegelte Fläche umgestellt. Damit ist versickerungsfähiges Pflaster nicht mehr nur eine ökologische, sondern eine finanzielle Entscheidung. Suchen nach "einfahrt versickerungsfähig" und "rasengittersteine" nehmen zu und sind fast konkurrenzlos günstig. Das ist eine eigene Anzeigengruppe wert.
Was wir ausschließen
- Reine Rasenpflege. Mähen, Heckenschnitt und Laubentfernung sind ein eigenes Geschäft mit ganz anderen Auftragswerten und werden getrennt beworben.
- Baumfällungen. Gehören in die Baumpflege und brauchen andere Nachweise.
- Materialsuche. "Pflastersteine kaufen", "Rollrasen Preis pro Quadratmeter" kommen von Leuten, die einen Händler suchen.
- Kleinstflächen. Unter etwa 20 Quadratmetern lohnt sich die Anfahrt selten. Fläche wird im Formular abgefragt.
Was eine Anfrage kosten darf
Bei einer gepflasterten Einfahrt mit 2.400 Euro Deckungsbeitrag und 30 Prozent Abschlussquote liegt die Grenze bei rund 720 Euro pro Anfrage. Bei einer kompletten Gartenanlage mit 11.000 Euro Deckungsbeitrag und 15 Prozent Abschlussquote bei rund 1.650 Euro. Reale Anfragepreise liegen deutlich darunter. Die Zahlen sind Rechenbeispiele, keine Zusage.